1 Einleitung

Für immer mehr Schreinereibetriebe1 stellt sich die Frage: „Brauche ich ein CNC-Bearbeitungszentrum und welches ist das Richtige?“

Das Thema C-Technologie und CIM taucht in Kollegengesprächen, den Fachzeitschriften und Fachmessen sowie in Kundengesprächen immer wieder auf.

CIM im Handwerk bedeutet im Allgemeinen, den Leistungsprozess in einen computergestützten Rahmen zu fassen. Beginnend bei der Erstellung einer Produktidee mittels CAD bis zu ihrer Realisation wird der Ablauf integriert und transparent gemacht. Es werden also die einzelnen Komponenten vom Auftrag bis zur Auslieferung verknüpft.

Diese Projektarbeit betrachtet in diesem Rahmen die Computer-Technologie in der Produktion.

Fertigung mit Unterstützung von C-Technologie bedeutet, dass die Maschinen über eine Computersteuerung die verschiedenen Arbeitsgänge sehr effizient ausführen können. Das Kürzel ‚CNC’ steht für Computerized Numeric Control, was vereinfacht bedeutet, dass die

Bearbeitungsbewegungen der Maschine von Programmdaten gesteuert werden. Ein Bearbeitungszentrum (kurz: BAZ) ist eine CNC-Maschine mit automatischem Werkzeugwechsel. Dieser ermöglicht mehrere unterschiedliche Arbeitsgänge in einem Ablauf.2

Die NC-Daten können direkt aus CAD-Zeichnungen generiert und über ein Netzwerk an die Maschine übermittelt werden. Es ist zudem möglich, das Bearbeitungsprogramm direkt an der Maschine zu erstellen.

Die CNC-Maschinen kommen ursprünglich aus der Metallbearbeitung und haben vor einigen Jahren auch Einzug in die Holzbearbeitung gehalten. Sie stehen heute auch kleinen und mittleren Betrieben zur Verfügung. Die wichtigen Arbeitsgänge wie Formatieren, Bohren, Profilfräsen und sogar Kantenanleimen lassen sich oft mit einer Einspannung des Werkstücks erledigen.

Sich wiederholende, aufwendige Vorgänge sind durch die Speicherung der Daten sehr einfach zu realisieren. Wichtiger noch, die ‚Losgröße 1’, also das speziell gefertigte Einzelteil in komplexer Form, ist mit der CNC-Technik wirtschaftlich geworden. Weitere allgemeine Merkmale der Fertigung mit Hilfe von Bearbeitungszentren sind die hohe Arbeitssicherheit für das Personal, die hohe Bearbeitungsgeschwindigkeit und die gleich bleibende Maßgenauigkeit.

Der Schreiner kann sich somit die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber der Möbelindustrie sichern, er hat die Möglichkeit, schneller, genauer und individueller zu arbeiten.

Es erscheint wichtig zu betonen, dass ein Betrieb die flexiblen Anwendungsmöglichkeiten der CNC-Werkzeuge auch umfassend ausnutzt, was schon beim herstellungsgerechten Produktentwurf beginnt.

In dem hier behandelten Fall erwägt eine Schreinerei die Anschaffung eines Holzbearbeitungszentrums. Um konkurrenzfähig und erfolgreich arbeiten zu können, bedarf es der systematischen Analyse wichtiger Faktoren.

Mit dieser Projektarbeit möchte ich eine Entscheidungsgrundlage für die Auswahl und Beschaffung eines Bearbeitungszentrums ausarbeiten und dem Unternehmen einen abschließenden Vorschlag anbieten.

1 Im Allgemeinen auch als Tischlereibetriebe bezeichnet.

2 Vgl: Olfert (1995), S. 109




Projektarbeit im Rahmen der Prüfung Technischer Betriebswirt (IHK):
"Entscheidungsgrundlage zur Auswahl und Beschaffung eines Bearbeitungszentrums (BAZ) in Form einer CNC-Maschine für eine kleine Schreinerei."
Copyright © 2005 J.W. jobLOGIK

Veröffentlicht: 29. November 2010 JW

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